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Schon gewusst?

Krafttraining muss funktionell sein: Welche Fehler werden beim Krafttraining oft gemacht und wie kann man sie vermeiden? Außerdem: Trainingsübungen für Arm-Bizeps und für Beinbeugemuskulatur. mehr...

Krafttraining muss funktionell sein

Wird beim Krafttraining zu wenig Wert auf Funktionalität gelegt, kann dies mehr oder weniger schwere Verletzungen zur Folge haben.

Fitnesstraining führt im Vergleich zu anderen Sportarten zu weniger Verletzungen und Schäden am Bewegungsapparat. So lautet das Ergebnis einschlägiger Untersuchungen. Diese Bilanz verschlechtert sich jedoch mit zunehmendem Alter und bei leistungsorientierten Trainingsmotiven. Wer frei nach dem Motto "was uns nicht tötet, macht uns härter" trainiert, der wird Beschwerden oder Verletzungen in Kauf nehmen müssen: Die ausgewählten Methoden und Übungen erfüllen zwar ihren Zweck, die Muskeln zu trainieren, führen jedoch andererseits gleichzeitig zu Überlastungen und Schäden an schwächeren Strukturen des Bewegungsapparats. Und leider spürt man erst zu spät, dass durch das Training eine Verletzung verursacht wurde. Zuerst werden sehr kleine Schäden (Mikrotraumen) hervorgerufen, die noch keine Schmerzen bereiten. Erst ab einem bestimmten Schweregrad verursacht die Schädigung Schmerzen, die der Trainierende wahrnimmt. Daher ist es unerlässlich, von Anfang an großen Wert auf ein funktionelles Training zu legen.

Vorwiegend trainingsmethodische Fehler, wie mangelndes Auf- und Abwärmen, unfunktionelle Technik und Übertraining sind die Gründe für Beschwerden. Funktionelle Trainingsübungen müssen ausgewählt und auf eine korrekte Ausführung muss geachtet werden, denn viele Übungen garantieren zwar Muskelzuwachs, belasten jedoch den gesamten Bewegungsapparat zu stark oder falsch. Zwei Beispiele sollen das verdeutlichen:

Trainingsübungen für den Arm-Bizeps Um die Armbeuge-Muskulatur zu trainieren, gibt es zahlreiche Übungen. Grundsätzlich unterscheiden sich diese dadurch, dass die Oberarme entweder auf einem Polster aufliegen, wie bei den Scott-Curls, oder frei sind, wie beim Armcurl. Beide Übungen beanspruchen bei vergleichbarer Griffhaltung die Armbeugemuskeln. Was die Belastung im Ellenbogengelenk betrifft, lassen sich jedoch große Unterschiede feststellen:
  • Bei aufgelegtem Arm entsteht eine recht große Hebelwirkung, die zu einer viel höheren Negativbelastung des Ellenbogengelenkes führt. Es besteht hier die Gefahr der Überstreckung. Um eine Überbeanspruchung zu verhindern, ist darauf zu achten, dass in der Abwärtsphase der Bewegung der Arm nicht ganz gestreckt wird. Trainingsübungen für die Beinbeugemuskulatur
  • Hier besteht eine vergleichbare Problematik. Bei den meisten Geräten ist beim Beinbeugen im Liegen die Gefahr der Überstreckung der Kniegelenke weitaus höher als beim Beinbeugen im Stehen oder Sitzen.

Studienergebnisse zeigen, dass die "Schwachstelle" des Bewegungsapparates bezüglich der Belastbarkeit und Regeneration das Binde-, Stütz- und Knorpelgewebe ist, da hier die Regeneration und Adaption langsamer verläuft als beim Muskelgewebe. Beim Krafttraining muss diese Tatsache berücksichtigt werden, d.h. die Regenerationszeiten müssen dementsprechend eingehalten werden. Im Krafttraining benötigen Anfänger zwischen 2-3, Fortgeschrittene 2 und Leistungstrainierende 1-2 Tage Trainingspause.